LSBTIQ Gesundheit
Gesundheitsförderung für Lesben, Schwule, Bisexuelle, geschlechternonkonforme, transgeschlechtliche, intergeschlechtliche und queere Menschen
Gesundheitsförderung für Lesben, Schwule, Bisexuelle, geschlechternonkonforme, transgeschlechtliche, intergeschlechtliche und queere Menschen
Referentin: Gabriele Dennert
Begrenzte Anzahl von Teilnehmer*innen. Teilnahme nur nach Bestätigung der Anmeldung.
Ort und Anmeldemöglichkeiten werden voraussichtlich im September 2026 veröffentlicht.
Vortrag und Austausch:
Queer-/feministische Zusammenhänge stehen seit Oktober 2023 verstärkt wegen ihres Umgangs mit sexualisierter und sexistischer Gewalt in der Kritik. Unsolidarisches Verhalten gegenüber Gewalterfahrenen ist jedoch kein neues Phänomen in vermeintlich patriarchatskritischen Gruppen.
Anhand von Beispielen von den 1990er Jahren über die sogenannte Kölner Silvesternacht bis heute wird gezeigt, wie die queer-/feministische Form des Silencing und der Ausgrenzung Gewalterfahrener deren gesellschaftliche Marginalisierung fortsetzt. Im Fokus der Betrachtung stehen Orte und Gruppen, die sich dem „Kampf gegen patriarchale Gewalt“ verschrieben haben bzw. sich als „safer/braver spaces“ verstehen.
Die Veranstaltung beleuchtet Kontinuitäten und Entwicklungen sowie Struktur, Motive und Folgen unsolidarischen Verhaltens gegenüber gewalterfahrenen Frauen und Lesben und analysiert dieses als Form von politischem Ostrazismus.
Ostrazismus bezeichnet wirkmächtige, offene und subtile, nicht immer bewusste Praktiken, Menschen die Zugehörigkeit und Subjektposition abzusprechen. Dazu gehören Schweigen und Übergehen, Diskursverschiebungen, verbale Abwehrstrategien, Gatekeeping und Ausschlüsse bis zu offenen Aggressionen. Der Vortrag analysiert, wie diese Praktiken in queer-/feministischen Gruppen eingesetzt werden, um eine Auseinandersetzung mit sexualisierter Gewalt zu verweigern und Täternarrative fortzuschreiben.
Und wie kann es besser laufen?
Was brauchen wir voneinander im Umgang mit und im Widerstand gegen eine Kultur der sexualisierten Gewalt und des Disempowerments von Gewalterfahrenen?
Die Veranstaltung bietet Raum für Austausch über feministische Solidarität und Verbundenheit. Wie können wir uns – unter Anerkennung unserer differenten Erfahrungen – gegenseitig politisch stärken gegen sexualisierte Gewalt und ihre Folgen?
Hinweis:
Es wird aus einschlägigen Quellen zitiert. Die Darstellung von Details realer Übergriffe ist nicht vorgesehen. Austausch erfolgt in Kleingruppen und im Plenum.
(Inhalte dieser Seite zuletzt bearbeitet am: 14.7.2026)